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Bewerbung und Ausbildung

 Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, daß der nachfolgende Artikel nur grundlegende Vorraussetzungen enthält.
Die Arbeit eines Polizisten in einer Spezialeinheit erreicht man nicht mit der bloßen Vorstellung "Ich möchte zum SEK, wie bewerbe ich mich?"
In diese verantwortungsvolle Aufgabe wächst man rein bei entsprechender Eignung.

Grundvoraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im Polizeivollzugsdienst und mindestens 2 Jahre Berufserfahrung!

Die Mitglieder eines SEK sind speziell ausgebildete und intensiv trainierte Polizeibeamte. Beim SEK finden nur Polizeibeamte Verwendung, die bereits im regulären Polizeidienst tätig waren (i. d. R. mind. zwei Jahre) und die sich einem schwierigen Auswahlverfahren stellen müssen, um in die Spezialeinheit aufgenommen zu werden. Gängig ist die Praxis einer Altersbegrenzung zwischen 23 und 34 Jahren für die Bewerber. Rein formal ist Frauen der Zugang zu den SEKs nicht verwehrt, wenngleich bisher wenige Polizistinnen in der Lage waren, das Auswahlverfahren zu meistern. Einzige Ausnahme ist hier das SEK des Stadtstaates Hamburg (in Hamburg als Mobiles Einsatzkommando (MEK) bezeichnet, da hier das MEK auch die Aufgaben eines SEK übernimmt), welches von Beginn an Frauen in allen Funktionen einschließlich den Zugriffskräften eingestellt hat. Laut den offiziellen Angaben der Einheiten selbst oder der jeweiligen Innenministerien dieser Länder gehörten oder gehören zu den SEKs Frankfurt am Main und Schleswig-Holstein ebenfalls Frauen.

 Testtraining Polizei und Feuerwehr: Kriminalpolizei, Bundeswehr, Bundesgrenzschutz. Einstellungs- und Eignungstests erfolgreich bestehen

In der Regel wird von den Bewerbern nur ein geringer Anteil in das SEK aufgenommen, selbst wenn mehr Beamte alle Tests bestanden haben als letztlich akzeptiert werden. Das Anforderungsprofil setzt nicht nur auf eine überdurchschnittlich gute körperliche Kondition, sondern auch auf Charakterstärke, hohe Soziale Kompetenz, Urteilsvermögen und Stressbelastbarkeit.

Bei erfolgreich bestandenem Aufnahmetest, der sich in physische und psychische Tests sowie ein Stressbelastungsgespräch des Bewerbers mit einem Gremium der Einheit, vielerortens bestehend aus dem Kommandeur, seinem Stellvertreter, einen Psychologen und einem erfahrenen Mitglied der Einheit, erfolgt eine mehrmonatige Spezialausbildung, in denen vor allem körperliche und psychische Belastbarkeit, aber auch das Eindringen in Gebäude, Fahr- und Klettertraining, Kampfsport sowie umfassende Schießfertigkeit antrainiert werden. Hierbei werden die SEK-Anwärter gezielt an die Grenzen der körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit gebracht.

Mitglieder eines SEK bekommen einen Gefahrenzuschlag von 150 € pro Monat zu ihrem Gehalt, wenngleich für sie oftmals andere Zulagen wegfallen können.

Je nach Bundesland müssen die Beamten die Zugriffskräfte eines SEK beim Erreichen einer Altersgrenze, die zwischen 42 und 45 Jahren liegt, wieder verlassen.


15.12.2007









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